Der Ort Artasona gehört zum Gemeindebezirk El Grado und liegt auf einer Flussterrasse, am linken Ufer des Flusses Cinca.

Aus dem kompakten und bunten Stadtzentrum erhebt sich die massive Burg.

Zwischen dem XV. und XVI. Jahrhundert setzte sich eine Bauweise für Burgen durch, welche die zivilen Elemente mit den defensiven vereinte und somit zu befestigten Palästen führte, die sich auf dem gesamten Herrschaftsgelände ausbreiteten. Es handelt sich um massive Strukturen, für gewöhnlich auf einer quadratischen Grundfläche mit Ecktürmen, innerhalb dieser blieb der Palast zurück. Einige wurden dem Einsatz von Feuerwaffen angepasst, in Form von Schießscharten zur Unterbringung der Artillerie.

Hauptziel war die Verteidigung und direkte Kontrolle der Besitztümer des Marquis, dem sich im Verlauf des XVI. ein turbulentes Panorama bot. In dieser Epoche kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Gemeinden und dem Adel im Streit um die wichtigsten Ressourcen (Land, Weideland, Wasser, Berge...)

Die Errichtung der Burg auf einer Felsplattform, der überdachte Zugang zum Ortszentrum oder die Vertiefungen, die vom Turm aus geöffnet werden konnten, verschaffen dem Palast, ehemalige Residenz des Maquis von Artasona, den deutlichen Charakter einer Festung.

Integriert ins Stadtzentrum bietet sie einen einzigartigen und wunderschönen Ausblick auf die Flussterrassen des Flusses Cinca. Wenn auch in den Unterlagen dem Jahr 1095 zugeordnet, so entspricht dieses erhaltene Bauwerk der Reform des XV. und XVI. Jahrhunderts.

Der Komplex umfasst einen Turm mit quadratischer Grundfläche inklusive Schießscharten und in der Höhe angelegte Türe, an die sich der Palast anschließt, auf mehreren Etagen gelegen und von einer Bogengalerie gekrönt. Eine bogenförmige Tür mit dem Wappenschild der Claramonte versehen, deren Baronie das Land zu der Zeit gehörte, bevor es in die Hände des Marquis von Artasona übergeben wurde, verschließt die Stadtmauer und den Zugang zum Ortskern.

Neben der Burg befindet sich die im gotischen Stil errichtete Pfarrkirche (de Nuestra Señora). Im Inneren erinnern uns das Spitztonnengewölbe des Kirchenschiffs und die mächtigen Rippen an der Stirnseite an eine frühe Epoche. Bereits im XVI. Jahrhundert wurde die charakteristische Bogengalerie aus Stein fertiggestellt und ein neuer Glockenturm auf der Stirnseite errichtet.

Am 20. Januar wird die Tradition im Feuer der Hoquera de San Fabián (Scheiterhaufen) belebt. An diesem Tag findet das Dorf zusammen, um die „bösen Winde“ zu verbrennen und es wird eine „Volksauktion“ veranstaltet, in der die von den Familien überlassenen Auktionsgegenstände ersteigert werden, welche sich oftmals in trügerischem Schein präsentieren.

 

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